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Schifffahrt auf Texel

Die Reede von Texel war im fünfzehnten Jahrhundert ein Begriff. Schiffe aus den Häfen am Zuiderzee gingen vor der Reede von Texel vor Anker, um bei günstigem Wind in See stechen zu können. Manchmal mussten Sie wochen- oder monatelang auf Ladung, eine Besatzung und einen günstigen Ost- oder Nordostwind warten. Vor allem im 17. und 18. Jahrhundert herrschte auf der Reede von Texel große Geschäftigkeit. Neben den Schiffen der VOC lagen Walfischfänger, Schiffe der West-Indischen Compagnie und Kriegsschiffe vor Anker. Schiffe wurden beladen und gelöscht. Viele Stellen auf der Insel erinnern noch heute an die eindrucksvolle Zeit der Handelsschifffahrt, z.B. das Hafenstädtchen Oudeschild und das Maritim- und Strandräubermuseum.

Das Wasser zwischen Texel und Vlieland ist sehr gefährlich, weil hier unterschiedlich starke Strömungen aufeinander treffen. Früher gerieten Schiffe hier regelmäßig in Schwierigkeiten. Die große Anzahl von gestrandeten Schiffen vor der Küste von Texel (72 in dem Zeitraum von 1848 - 1860) war für den damaligen Notar von Texel Anlass, sich für den Bau eines Leuchtturms einzusetzen. Dieser Leuchtturm wurde 1864 an der Nordspitze Texels erbaut.